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Pressemitteilung
von der FDP-Hauptversammlung am 06/01/07
Traditionsgemäß fand die diesjährige Hauptversammlung des
FDP-Bezirkverbandes wieder am Dreikönigstag statt, erstmalig aber im
„Blanken Hans“ , das bisherige Parteilokal „Stadt Hamburg“ steht
leider nicht mehr zur Verfügung.
BzVorsitzender Hugo Köhler begrüßte zunächst als Gast
Veronika Kolb, die Kreisvorsitzende.
Sodann trug er den Jahresbericht vor, der sich besonders auf
kommunalpolitische Themen bezog. Hierbei stand der defizitäre
Haushalt der Gemeinde, verursacht durch die „roten Zahlen“ des KTS
(ca. 1,1 Mio ) im Mittelpunkt. „Wenn wir nicht immer für den
Kurbetrieb einzutreten hätten, stünden wir blendend da“ , so der
Vorsitzende. Aber die KTS ist nun mal ein Eigenbetrieb der Kommune,
dessen Verselbständigung wohl nicht zuletzt zum miserablen Ergebnis
beigetragen hat. Spät, hoffentlich nicht zu spät, hat die
Gemeindevertretung jüngst durch eine Satzungsänderung ihre
Kontrollmechanismen für den KTS verschärft. Sorgenkind Nr.1 ist
dabei das Vitamaris, hier bedarf es einschneidender, tabuloser
Maßnahmen, will die Gemeinde nicht Gefahr laufen, in den nächsten
Jahren ihren Haushalt „gegen die Wand zu fahren“.
Beim Thema „Sanierung des Gymnasiums“ durch den Kreis muss
die Erhaltung des Schulstandortes Büsum oberstes Ziel aller
Überlegungen sein. Für die FDP, gleich den anderen Parteien im
Gemeinderat kommt daher eine Rücknahme des Gymnasiums, besonders im
Hinblick auf die momentanen und künftigen Unterhaltungskosten
ohnehin nicht in Frage. Gerhild Zeidler schilderte aus eigener
Erfahrung und Anschauung die dramatisch unzumutbaren Mängel.
Im weiteren Verlauf der Versammlung trugen die einzelnen
Ausschussmitglieder ihre Sitzungsberichte vor. Auffallend häufig,
nämlich 11 x/2006 , hatte der Kurbetriebsausschuss getagt.
Bezeichnenderweise, so Mitglied Holger Büll, ging es dabei meistens
um die wirtschaftliche Situation der Einzelbetriebe sowie um
Maßnahmen zur Steigerung der Gästezahlen. Besonders betroffen davon
sind bekanntlich die Vermieter in Büsum-Nordwest/Erlengrund. Hier
bedarf es weiterer Anstrengungen, dazu zählen die Attraktivierung
des Sandstrandes (u.a.Wasserskianlage verbunden mit Gastronomie
möglichst noch 2007) , ausreichendes, günstiges Parkplatzangebot im
Zentrum und „Freie Fahrt für Fahrradfahrer“ (Gegenverkehr in
weiteren Einbahnstraßen).
Die vor einiger Zeit im Verkehrsausschuss beschlossenen
diesbezüglichen Zugeständnisse auf Antrag der FDP betrachtet man als
halbherzig, bestimmt aber nicht als Anreiz für unsere Gäste vermehrt
auf ´s Rad umzusteigen. Wobei Beschimpfungen („…benehmen sich wie
die Axt im Walde“) unserer Gäste und die entsprechenden
Verkehrskontrollen nicht gerade für unseren Kurort sprechen. Im
Übrigen, so Willi Witt, scheint die Fahrradlobby im
Verkehrsausschuss an Zulauf zu gewinnen, fielen die Entscheidungen
gegen die FDP-Anträge doch erheblich knapper aus, als bei
vorausgegangenen Abstimmungen. Hauptkriterium war stets die
Verkehrssicherheit für die Radfahrer, diese sollte, auch in
Verbindung mit der Zulässigkeit durch die StrVO, neu definiert
werden.
Anne Büll, Kulturausschuss, sprach die geplante
Ganztagsschule an, deren Finanzierung über Fördermittel bereits
eingeleitet wurde, deren Betrieb aber nur mit viel freiwilligem
Engagement interessierter Eltern, Bürgern und Vereinen sowie der
nötigen Bezuschussung durch die Kommune möglich erscheint. Letzteres
auch nur dann, so einige Versammlungsteilnehmer, wenn der Haushalt
wieder als konsolidiert zu betrachten ist, d.h. der KTS wieder
schwarze Zahlen schreibt. So lange das nicht der Fall ist, werden
leider für Kultur und Bildung immer weniger Mittel bereitgestellt
werden können.
Systematischer fördern, aber aus einem anderen Topf, möchte
die FDP die Jugendlichen, denen das Schreiben von Bewerbungen so
schwer fällt. Hier engagiert sich das Jugendzentrum schon
beispielhaft.
Im Bauausschuss vertritt Carsten Wilhelmi die FDP. Hier
beschloss man ein neues Baugebiet in Hirtenstall-SO (B-Plan 22) für
interessierte „Häuslebauer“ bereitzustellen. Zwar sei die direkte
Anbindung (ggf.Feldweg) an das Gewerbegebiet Heider Str.
diskutiert, tatsächlich aber aus finanziellen Gründen leider
zurückgestellt worden, was nicht gerade zur Attraktivität dieses
Ortsteils beiträgt.
Bürgersinn sieht Christel Looft gefragt, wenn sie sich die
überparteiliche Gründung der „Tafel “ in Büsum, vorstellt.
Entsprechende Kontakte zu einigen Leitern der hiesigen Supermärkte
hat sie bereits aufgenommen und auch deren grundsätzliches
Einverständnis vorgefunden, in Frage kommende Lebensmittel zu
spenden. Die Büsumer Liberalen wollen ihrerseits Gründung und
Aktivitäten der „Tafel“ dann nachhaltig fördern und unterstützen.
Abschließend bilanzierte Vorsitzender Köhler den Verlauf der
Hauptversammlung sinngemäß mit den Worten: „Es gibt in Büsum bis
zur Kommunalwahl noch viel zu tun – denn wir wollen noch größer
werden“.
FDP-Fraktion
Büsum, 25.05.2007
An den Vorsitzenden des Sozialausschusses
Herrn Gustav Peters
Betr.: Einrichtung einer Tafel in Büsum / nächste Sitzung
Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
in Verbindung mit der gemeinsamen Sitzung beider betroffener
Ausschüsse am 05.06.07 stelle ich folgenden Antrag – zur
Beschlussfassung in öffentlicher Sitzung unseres Ausschusses :
>Die Verwaltung wird gebeten, bei der Einrichtung und Betreibung
einer Tafel-Ausgabestelle in Büsum, in Abstimmung mit der AWO-Heide,
und in Anlehnung an die Vorgehensweise in Wesselburen, behilflich zu
sein.<
Begründung:
In Büsum ist die Anzahl der meist unverschuldet in Not geratenen
Bürger hoch einzuschätzen- schon auf Grund der überdimensionalen
hohen Arbeitslosigkeit. Der Wunsch des Hauptausschussvorsitzenden
T.Hollmann ,zunächst die Daten zu verifizieren, wird sich nicht
verwirklichen lassen.
Unser gemeindliches Anliegen muss es sein, sich für die „eigenen
Bedürftigen“ zuständig und verantwortlich zu fühlen. Es wäre
gefühllos und kaltherzig, wenn wir diesen Menschen, über ihr
Schicksal hinaus, zumuten, nach Wesselburen zu fahren oder ganz auf
die Hilfeangebote verzichten zu müssen.
Auf die Bürger in Büsum und im erweiterten Amtsbereich ,besonders in
Wesselburen, macht ein „Abschiebeverfahren“ einen denkbar peinlichen
Eindruck. Sinngemäße Aussage einer Kollegin aus Wesselburen: „Die
Büsumer sind sich wohl zu fein, Armut in ihrem Ort einzugestehen und
Hilfestellung zu leisten“.
Eine Entscheidung der Verwaltung und der Gremien gegen die
Einrichtung einer Tafel in Büsum wird die Diskussion zu diesem Thema
erneut anregen und dies täte der Sache, auch im Hinblick auf die
anstehende Kommunalwahl, nicht gerade gut.
Der Kreis der Tafelfreunde und der potentiellen Helfer stünde
bereit, das Projekt handwerklich zu unterstützen um damit
öffentliche Mittel (nur Bauhof/Bordmittel) zu sparen.
Bgm wurde per Mail informiert
Brief an den
Bürgermeister, 25.05.07
Sehr geehrter Herr
Bürgermeister Johann,
zunächst herzlichen Dank für Ihre Bemühungen, so rasch die
gemeinsame Sitzung der beiden betroffenen Sozialausschüsse
anzuberaumen.
Nach den Anregungen des FDP-BezVerb. (Echo v. 17.01.) hätten wir uns
gewünscht, ähnlich dem Verfahren in Wesselburen, dass Ihre
Verwaltung die Tafel-Idee aufgegriffen hätte, um weitere Schritte
einzuleiten, bzw. um entsprechende parteiübergreifende Beschlüsse
der Gremien herbeizuführen. Das ist nicht geschehen und somit
verblieb das Thema allein in der "Meinungsführerschaft" der FDP, was
dem Projekt offensichtlich nicht allzu sehr weiterhalf.
Wie Sie wissen, bin ich immer für eine öffentliche Behandlung dieses
Projekts eingetreten, was allerdings nicht so ganz den hiesigen
Gepflogenheiten entspricht. Die Chance, einen Antrag zur
Beschlussfassung zu stellen, hatte ich bisher noch nicht. Erst nach
Erhalt der Einladung zu der gemeinsamen Sitzung sehe ich den Anlass,
formal tätig zu werden.
Ich stelle den Antrag zur Abstimmung in öffentlicher Sitzung des
Büsumer Sozialausschusses (vor oder nach Beginn der gemeinsamen
Sitzung):
Die Verwaltung wird gebeten, grundsätzlich bei der Einrichtung und
Betreibung einer Tafel-Ausgabestelle in Büsum, in Abstimmung mit der
AWO-Heide ( im Laufe des Jahres), behilflich zu sein.
Begründung: Ziel muss es dabei sein, sich für die "eigenen
Bedürftigen" zuständig zu fühlen und ihnen nicht, über ihr Schicksal
hinaus, zuzumuten nach Wesselburen *) fahren zu müssen bzw. ganz auf
das Hilfsangebot zu verzichten.
*) sinngemäß aus dem Munde einer Wesselburener Kommunalpolitikerin:
" Die Büsumer sind sich wohl zu fein, armen Menschen direkt zu
helfen und wollen dies lieber den Wesselburenern überlassen".
Mit freundlichen Grüßen
PS.: Wir hätten nichts dagegen, wenn der Antrag gemeinsam von allen
Fraktionen eingebracht wird. Dies würde weitere Diskussionen,
besonders im Hinblick auf die Kommunalwahl, vermeiden helfen.
Kommunalpolitisches Programm 2003 der FDP in Büsum
Wir Freien Demokraten in Büsum haben uns in den vergangenen 5 Jahren
zuverlässig für das Gemeinwohl unserer Bürger und Gäste eingesetzt.
Doch es bleibt noch viel zu tun.
Unsere künftigen Schwerpunkte sind . .
.
im Tourismus
- touristische Erschließung des Hafens
(z.B. Hafenrundfahrten, Leuchtturmbesichtigung)
- schrittweise Umsetzung des „Struktur-
und Entwicklungskonzeptes Büsum“
- kein Ausufern der Veranstaltungen am
Strand, u.U. Ausweichen zum Ostdeich
- Überwegung des Sperrwerks (Schleuse)
zum Ostdeich
- Umsetzung des Konzeptes „Nordseecard“
ohne finanzielle Einbußen für unsere Gemeinde
- Hinwirkung auf eine qualitative
Verbesserung der Ferienunterkünfte
in
der Verkehrspolitik
-
Verbesserung der innerörtlichen
Verkehrsführung
kundenorientierte Parkordnung im Winter
-
Aufhebung der Einbahnregelung für
Radfahrer
-
bessere Verknüpfung des Bahnhofs mit dem
örtlichen Nahverkehr
in der Bildungs- und Sozialpolitik
- Schaffung notwendiger
Kindergartenplätze im Hirtenstall
- Unterstützung der offenen und der
Vereins-Jugendarbeit
- Bau eines Mehrzweckgebäudes (Saal und
Bücherei) am Gymnasium
- Erhalt aller unserer Schulen
- Förderung des Ehrenamtes
in der Wirtschafts- und Finanzpolitik
- Ausweisung von Bauplätzen im
Erbbaurecht
- Förderung neuer Betriebe für die
Fischverarbeitung und Fischvermarktung
- Zulassung möglicher Zubringerdienste
für die geplante Offshore-Erschließung
- Schaffung eines Hafenmanagements und
Stärkung unserer Kutterflotte
bei der Inneren Sicherheit
- Erhalt einer dauerhaften
Polizeipräsenz
- mehr Fahrradstreifen im Sommer
in der Ortsentwicklung
- Entzerrung der Alleestraße; mehr
Fußgängerbereiche
- Verschönerung des Gemeindeparks am
Rechenmeisterweg
- Schaffung von Ortspromenaden
- Ausbau des Deichweges nach Deichhausen
- zügige Umsetzung der Bebauung Büsum
Nord-West
- Verbesserung des Wohnmobilplatzes
(Sanitärcontainer und Bepflanzung
- Bau eines kinderwagengeeigneten
Deichaufgangs am Erlengrund
- Ausbau eines Rad- und Fußweges vom
Hirtenstall zur Heider Straße
- Kooperation mit den Umlandgemeinden,
z.B. bei Veranstaltungen
Auch Kommunalpolitik ist die Kunst des Möglichen. Was zählt, ist der
feste Wille, unsere Sache für Sie gut zu machen. Ihre FDP
kann nur dann mehr für Sie tun, wenn Sie uns mit Ihrer Stimme
stärken.
gez. Dr. Jürgen Bernardi
1. Vorsitzender
Ergebnisse der Kommunalwahl 2003
Hier die Ergebnisse der Gemeindewahl Büsum.
Wahlkreis 1
SPD
(199) Holger Lichty
(119) Kent Pegler
(134) Uwe Reimann
CDU
(338) Klaus-Dieter Appeldorn
(334) Rolf Kuhlmann
(296) Otmar Ludwig
FDP
(117) Dr. Jürgen Bernardi
(42) Karl Elsner
(118) Carsten Wilhelmi
FWB
(189) Hans-Jürgen Lütje
(101) Helmut Schmidt
(111) Horst Stüven
Einzelbewerber
(39) Günter Kohlmorgen
Wahlkreis 2
SPD
(130) Reinhard Möller
(124) Marion Rademarker
(109) Bernard Wutkowski
CDU
(312) Hartwig Claussen
(419) Timm Hollmann
(414) Dörte Wiedemann
FDP
(72) Hugo Köhler
(77) Ina Müller-Hein
(119) Gerhild Zeidler
FWB
(107) Heike Holm
(122) Barbara Okon
(105) Matthias Woyk
Wahlkreis 3
SPD
(150) Detlef Buder
(143) Kuno Hahn
(188) Gustav Peters
CDU
(235) Ernst-Heinrich Kock
(282) Karl-Henry Preiß
(219) Karl-Heinz Stein
FDP
(117) Anne-Lene Büll
(54) Manfred Hein
(71) Wilhelm Witt
FWB
(182) Peter Bolling
(155) Eike Oelker
(195) Walter Reimann
Die FDP bekommt somit 2 Sitze im Gemeinderat, die von Dr. Bernardi
und Herrn Witt besetzt werden.
Insgesamt haben wir ganze 12,7% der Stimmen in
Büsum erreichen können.
Dieses tolle Wahlergebnis verdanken wir Ihnen. Vielen Dank!
Ihre FDP
Hugo Köhler neuer FDP-Chef
Der FDP-Bezirksverband Büsum hat einen neuen Vorsitzenden. Nachdem
der bisherige Vorsitzende, Dr. Jürgen Bernardi, sein Amt aus
privaten und Altersgründen niedergelegt hat, wählten die Mitglieder
der FDP in einer außerordentlichen Parteiversammlung im Hotel "Stadt
Hamburg" einstimmig den Hotelier und Kaufmann Hugo Köhler zum neuen
Parteichef.
Nachdem Köhler den Sitz im Gemeinderat von Bernardi bereits
übernommen hat, wurde er von den Mitgliedern auch als Vertreter im
Hauptausschuss und als Fraktionsvorsitzender der FDP-Fraktion im
Gemeinderat einstimmig bestätigt.
Hugo Köhler ist seit 1989 Mitglied in der FDP-Büsum und seit 1990
ununterbrochen als bürgerliches Mitglied in der Gemeindevertretung
tätig. Hier zunächst vier Jahre im Verkehrsausschuss und dann neun
Jahre im Finanzausschuss.
Seit der letzten Kommunalwahl im März d.J. ist er Mitglied im
Kurbetriebsausschuss.
Hugo Köhler betreibt mit seiner Familie das Hotel "Albatros" in
Büsum, Blauort.
Den Sitz der FDP im Kurbetriebsausschuss übernimmt mit sofortiger
Wirkung Holger Büll. Er hat bereits mehrere Jahre für die FDP als
bürgerliches Mitglied im Gemeinderat gearbeitet.
Zu der Sitzung, die in den Händen der zweiten Vorsitzenden Gerhild
Zeidler lag, waren fast alle Mitglieder erschienen, denn die
Neuwahlen eines 1. Vorsitzenden und Fraktionsvorsitzendenwaren
zentrale Tagesordnungspunkte. Die Wahlen wurden von Rechtsanwalt und
Notar Carsten Wilhelmi geleitet.
Die FDP ist im Gemeinderat mit zwei Sitzen vertreten (Hugo Köhler
und Wilhelm Witt) sowie mit sechs weiteren bürgerliche Mitgliedern
in den Ausschüssen. |